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Paleo – Essen wie zu Urzeiten?
Paleo – Essen wie zu Urzeiten?

Paleo – Essen wie zu Urzeiten?

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Meine veganen Leserinnen überspringen diesen Artikel bitte, aber der Vollständigkeit halber (6 beliebte Ernährungskonzepte) geht es heute um Paleo 🙂

Essen wie zu Urzeiten? Jetzt wo der Lebensmittelmarkt so viel hergibt sollen wir uns wieder ernähren wie die Steinzeitmenschen?

Es gibt viele Gute Gründe sich wieder so zu ernähren

Wir Menschen haben uns in etwa 150.000 Jahre (die Steinzeit dauerte von etwa 200.000 v. Christus bis vor ca. 12.000 Jahren) lang so ernährt und somit sind unsere Körper darauf eingestellt diese Nahrungsmittel besonders gut verarbeiten zu können. Somit kann die Paleo Ernährungsweise zu einer optimalen Gesundheit und Leistungsfähigkeit führen 🙂 .

Paleo – Essen wie zu Urzeiten?

Viehzucht und Ackerbau wurden erst vor ungefähr 12.000 Jahren erfunden. Milch, Getreide und Hülsenfrüchte wurden nur in Kleinstmengen verzehrt. Alle Nahrungsmittel wurden frisch verarbeitet und anschließend gegessen. Haltbarmachung durch einkochen, einlegen oder durch Zusatzstoffe waren nicht bekannt. Alles was verzehrt wurde, war von höchster Qualität und gedieh auf fruchtbaren Böden ohne Pestizide und Kunstdünger. Die Tiere lebten noch in freier Wildbahn und ernährten sich auch dementsprechend von dem was die Natur so hergab. Sie wurden weder mit Mais/Soja gefüttert noch mit Medikamenten behandelt.

Seit ca. 10.000 Jahren wird Getreide in Größeren Mengen verzehrt. Dieser geschichtlich „kurze“ Zeitraum reichte nicht aus, um Getreide für alle Menschen verträglich zu machen. Das selbe gilt für Milch.

Was wird Hauptsächlich zu sich genommen?

Die Paleo Ernährung steht auf einem Fundament aus Gemüse, gesundem Fett (zum Beispiel aus Avocados, Kokosnuss- oder Olivenöl), Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Eiern. Obst, Nüsse und Samen unterstützen die gesunde Ernährung. Süßungsmittel wie Ahornsirup sollten nur minimal verwendet werden.

Paleo – Essen wie zu Urzeiten?

Und warum wird kein Getreide gegessen?

Getreide enthält sogenannte Anti-Nährstoffe: Lektine, Phytinsäure und Gluten. Diese Stoffe habe die Fähigkeit sich an die Darmwände, vorzugsweise an die Dünndarmwände zu binden und diese zu beschädigen. Ist dies erst einmal geschehen leidet die Aufnahmefähigkeit für andere Nährstoffe darunter. Werden diese anderen Nährstoffe vom Körper nicht mehr aufgenommen, kann ein Mangel entstehen. Zwar gelten Reis und Mais ebenfalls als Getreide, aber Reis und Mais zum Beispiel enthalten nur wenige Anti-Nährstoffe und sind somit besser geeignet.

Was ist mit Obst?

Geschichtlich gesehen, gab es früher Obst nicht in Hülle und Fülle. Heutzutage, in unseren Industrienationen, bekommen wir alle erdenklichen Obstsorten wann und in welcher Menge wir möchten.  Wichtig ist hier, möglichst saisonal zu essen um das Maximum an Nährstoffen aus dem Obst herauszuholen. Vor allem Beeren werden viele positive Eigenschaften wie viele Vitamine und Antioxidantien zugesprochen.

Paleo Essen wie zu Urzeiten

Paleo und Vegan

Und wenn ich nun partou vegan essen möchte? Muss ich die Paleo Ernährung dann links liegen lassen? Es gibt viele Schnittmengen, wie viel Gemüse und gesunde Fette, ausreichend Obst, Nüsse und Samen. Allerdings fällt durch die vegane Ernährung einer der drei Grundpfeiler der Paleologik weg nämlich Fleisch, Eier, Fisch und Meeresfrüchte. Das Eiweiß wird von Veganern oftmals über Hülsenfrüchte und Soya-Produkte konsumiert. Beides ist bei Paleo nicht gern gesehen, da es nach Paleo Ansicht zu viele ungesunde Stoffe wie Lektine und andere Antinährstoffe enthält. Zudem essen viele Veganer gern Getreide, welches abhängig von der Sorte, viel Gluten enthält. Dieses kann zu Problemen wie Zöliakie führen. Aus meiner Sicht sind die Mengen an tierischen Nahrungsmitteln zu hoch um sie als Veganer zu ignorieren.

Paleo und Sport

Durch die vielen frischen, qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Nahrungsmittel wird Dein Körper mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Eine bessere Voraussetzung für sportliche Betätigung gibt es kaum 🙂

Paleo auf Reisen

…oder wenn Du einfach mal keine Zeit zum kochen hast 🙂 Du kannst einerseits Dein Essen von zu Hause mitnehmen. Du kannst einfach immer doppelte Portionen kochen und die Hälfte davon am nächsten Tag zum Beispiel mit zur Arbeit oder in die Uni nehmen. Eine andere Möglichkeit ist einfach Gemüse wie Gurke, Paprika und Möhren schnibbeln, dazu hartgekochte Eier und ein paar Nüsse. Oder wie wäre es aus einer Kombination aus Obst (vorzugsweise Beeren aufgrund des niedrigen Zuckergehalts) und Nüssen?

Eine andere Alternative wären zum Beispiel Paleo-konforme Riegel die Du mittlerweile in den meisten Drogerieläden wie Budni oder DM bekommst. Ich liebe zum Beispiel die Riegel von SMU:DI und Raw Bite.

In vielen großen Städten kannst Du dir auch frisch gepresste Säfte oder Smoothies kaufen.

Paleo und Intermittierendes Fasten

Paleo und Intermittierndes Fasten sind sehr gut mit einander kombinierbar. In der fernen Vergangenheit war es durchaus üblich, dass nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit Nahrung zur Verfügung stand. Somit blieb unseren Vorfahren nichts anderes übrig als zu fasten.

Gibt es Nachteile bei Paleo?

Eine vierköpfige Familie nach Paleo-Richtlinien zu ernähren ist aus meiner Erfahrung sehr teuer, vor allem durch die vielen tierischen Lebensmittel. Fleisch in Bio-Qualität hat halt seinen Preis und ist auch nicht unbedingt immer und überall zu bekommen. Auch für die Empfohlenen Pflanzenöle in Bio-Qualität wie Kokos- und Olivenöl kann man gut Geld lassen. Sie sind wesentlich teurer als Raps- oder Sonnenblumenöl. Rapsöl verliert bei der Herstellung zuviele Omega-3-Fettsäuren. Wenn dann sollte nur natives oder kaltgepresstes Öl hin und wieder verwendet werden. Sonnenblumenöl besitzt zu wenig Omega-3-Fettsäuren und im Gegenzug zu viele ungesättigte Fettsäuren. Aus diesem Grund wird aus Paleo-Sicht davon abgeraten.

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