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Veganer - sind sie wirklich alle gleich? Oder wo ist da der Unterschied?
Veganer - sind sie wirklich alle gleich? Oder wo ist da der Unterschied?

Veganer – sind sie wirklich alle gleich? Oder wo ist da der Unterschied?

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Wir sind beim besten Willen keine Hardcoreveganer. Bei der Umstellung unserer Ernährung sind wir schon recht weit, aber der Rest unseres Lebens ist noch im Umbruch. 

Aber warum ernähren wir uns vegan?

Uns bekommt die Vegane Ernährung am besten. Unser Sohn isst von sich aus zu 90% nur pflanzliche Lebensmittel. Er lässt sich auch im Kindergarten nicht wirklich reinreden. Hin und wieder verdrückt er dort zwar ein paar Fischstäbchen, das war es aber auch schon. Ich war dagegen Jahrelang das komplette Gegenteil und habe wegen dem Sport viel tierisches Protein in Form von Geflügelfleisch, Eiern und Joghurt verzehrt. …und hatte dadurch ein miserables Hautbild. Jaaa, das Gewicht ist runtergegangen und in den ersten Monaten fühlte ich mich auch gut damit aber irgendwann fing mein Körper an zu streiken. Ich habe dann irgendwann umgeschwenkt und bin auf HighCarb umgestiegen.  Die sportliche Leistung wurde besser, da ich ja mehr Kohlenhydrate zu mir nehme. Und siehe da, mein Hautbild wurde besser und mein Immunsystem stärker. Ich merke den Unterschied immer wieder, wenn wir unterwegs oder eingeladen sind und ich dann notgedrungen manchmal doch vegetarisch essen muss.

Es gibt allerdings mehrere „Arten“ von Veganern, die mir bekannt sind:

Veganer, die sich gesund ernähren. Mehr dazu weiter unten.

Die sogenannten Junkfoodveganer: Hauptsache nichts tierisches, ob Chips und Cola gesund sind, spielt dabei keine Rolle. Oft wird hier auf Fertigprodukte zurückgegriffen die dazu noch schädliche Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Aspartam oder Natriumnitrit beinhalten.

Rawtill4 (bekannt aus YouTubeVideos von „Freelee the bananagirl“): Bis 16 Uhr wird nur Rohkost zu sich genommen, abends gibt es eine gekochte vegane Mahlzeit. Kalorien soll man keine zählen sollen, dafür aber viel Sport machen und ausreichend schlafen. Eiweiß und Fett gibt es nur wenig.

Rohveganer: Die gesteigerte Form einer veganen Ernährungsweise. Es wird nix gegessen was auf mehr als 42°C erhitzt wurde. Wenn du Dich dafür interessierst, kann ich dir den Blog von Silke Leopold empfehlen. Sie selbst ernährt sich mittlerweile ausschließlich rohvegan, ihre beiden Söhne essen ähnlich, allerdings geht sie sehr auf die Bedürfnisse ihrer Kinder ein, auch wenn sie von ihrer eigenen Ernährungsweise abweichen.

Veganer - sind sie wirklich alle gleich? Oder wo ist da der Unterschied?

Unsere Familie zählt sich größtenteils zu der ersten Gruppe. Wir kaufen unser Obst und Gemüse fast ausschließlich im Bioladen und getrocknete Früchte, Kichererbsen nach Bio-Standard in Drogeriemärkten (dort ist die Auswahl einfach größer). Ausnahmen wird es immer geben, da das Leben nunmal nicht immer planbar ist 🙂 Früher haben wir das Gemüse und Obst aus dem normalen Supermarkt oder auch Discounter gegessen. Und waren ständig hungrig. Wir konnten eigentlich den ganzen Tag über futtern und waren nie wirklich genährt. Die Böden der konventionellen Bauern sind mittlerweile so ausgelaugt, dass deren Pflanzen kaum noch Nährstoffe aufnehmen können.

Am Anfang dachte ich, dass Bio-kaufen viel teurer ist, aber wir benötigen weit weniger Lebensmittel als vorher, da mehr Mikronährstoffe enthalten sind. Früher haben wir zu zweit einen riesigen Blumenkohl gegessen und sind trotz vieler Beilagen oftmals trotzdem anschließend noch hungrig gewesen. Jetzt reicht uns ein kleiner Blumenkohl und z.B. ein paar kleine Kartoffeln oder ein Löffel Reis und wir sind auch noch nach ein paar Stunden gesättigt.

Veganer - sind sie wirklich alle gleich? Oder wo ist da der Unterschied?

Wir nehmen viel rohes Obst und Gemüse zu uns. Gekochtes Gemüse geht bei unseren Kindern gar nicht. Einzige Ausnahme: Kartoffeln und Süßkartoffeln. Sobald Paprika, Möhren oder auch Gurken (mmh Schmorgurken) gekocht daherkommen wird das Essen verweigert. Aber damit können wir leben. So nehmen sie sehr viel mehr Nährstoffe zu sich 🙂 Verarbeitete Produkte essen wir nur hin und wieder. Wir lieben zum Beispiel die Brotaufstriche und Saucen von Sanchon und Zwergenwiese oder die Riegel von Rapunzel oder RawBite. Diese Produkte bekommen wir in den meisten Läden in unserer Umgebung zu kaufen, online ist das Angebot natürlich wesentlich größer.

Und wenn unsere Kinder Wünsche haben, die nicht zur veganen Ernährung passen?

Unsere Tochter hat bis vor ein paar Monaten am liebsten Mortadella auf Brot gegessen und mag jetzt am liebsten die veganen Brotaufstriche. Wenn hin und wieder doch der Appetit auf ein Wurst- oder Käsebrot aufkommt wird er bei uns aber gestillt 🙂

Tierhaltung heute

Natürlich spielt auch die Massentierhaltung bei unserer Entscheidung eine Rolle. Früher haben mein Mann und ich das brav verdrängt, aber um so mehr wir uns mit gesunder Ernährung beschäftigen, desto intensiver fällt unser Blick auch auf dieses Thema. Wir leben auf dem platten Land, wo man meinen sollte, dass hier überall auf den Wiesen die Kühe grasen. Aber mitnichten. Selbst hier, ca. 40km von der nächsten Großstadt entfernt, sieht man die Kühe oftmals selbst im Sommer im Stall stehen. Und ja, mir tun die Tiere leid. Aber nicht nur weil sie im Stall stehen. Dass den Milchkühen ihre Kälber weggenommen werden, damit wir Milch, Joghurt oder Butter auf den Tisch bekommen, damit habe ich ein noch größeres Problem.

Wir hören einfach darauf was uns unser Körper sagt. Wenn wir uns so ernähren sind wir sehr fit und gesund. Zudem haben gar nicht so das Verlangen in bestimmten Zeitabständen zu essen und sind somit sehr flexibel.

Aktuell supplementieren wir nichts. Auch kein Vitamin D (bekommen wir über genügend Zeit an der frischen Luft) und kein Vitamin B12 (Unsere Werte sind aktuell in Ordnung). Sollten wir an den Punkt kommen, dass uns Vitamin B12 fehlt, würden wir wohl doch supplementieren. Der Mensch ist aus unserer Sicht zwar nicht dazu gemacht Nahrung in Tablettenform zu sich zu nehmen aber bei diesem einen Vitamin würden wir eine Ausnahme machen, da es nur über pflanzliche Lebensmittel wohl nicht zu 100% verfügbar gemacht werden kann.

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