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Warum ein Kaloriendefizit nicht alles ist-schlank aber krank?

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Fragt man in den heutigen Abnehmgruppen im Netz nach Tipps zur Ernährung sind zwei Antworten so gut wie gesetzt: „Esse high protein/low carb“ und „esse im Kaloriendefizit“. Solange deine Nahrungsmittel in die Makros passen, kannst Du es zu Dir nehmen. Und wenn es ein Burger mit Pommes ist, dann ist es halt so…Warum also schreibe ich diesen Text?

Ich habe jahrelang Kalorien gezählt, Makronährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) ausgerechnet und war…. unglücklich. Anfangs habe ich zwar abgenommen aber ich war nicht gesund. Uuund ich habe immer drauf geachtet, dass ich so ziemlich genau die Menge an Kalorien zu  mir nehme, die das jeweilige Onlineprogramm mir gerade vorgibt. Egal ob ich hungrig war (weil mein Körper nicht alle Nährstoffe bekommen hat, die er benötigt) oder ob ich satt war (zu wenig essen sollte man ja auch nicht, wegen dem Hungerstoffwechsel).  Ob es den Hungerstoffwechsel wirklich so gibt wie man uns weiß machen möchte, muss ich noch recherchieren. Ich war im Grunde genommen ständig gestresst um ja bloß alles so zu machen, wie es mir vorgegeben wurde.

Wenn ein Kaloriendefizit wirklich das A und O einer gesunden Gewichtsabnahme ist, warum werden wir dann zwar vielleicht schlank aber dazu krank?

Was hat mein Denken verändert?

Durch unsere Kinder kam allmählich das Umdenken zurück zur natürlichen Ernährung und mittlerweile bin ich komplett davon überzeugt dass Kalorienzählen BLÖDSINN ist.

Wir sind keine Maschinen, wo man sagen kann „Der Körper mit der Größe, dem Gewicht und diesem Aktivitätslevel benötigt X oder Y Kalorien.“ Jeder Körper ist anders und es sind immer nur Richtwerte die diese Rechner anzeigen können.

Und jetzt?

Ok, sagen wir also, Du möchtest gerne mit Kalorienzählen abnehmen, hast Dir eine Onlinedatenbank ausgesucht, die das Tracken einfach macht und hast die Felder zur Berechnung deines Kalorienbedarfes ausgefüllt und voila, Du darfst x Kalorien zu Dir nehmen.

Wenn Du Nahrungsmittel zu Dir nimmst, die ein Nährstofflabel haben (zum Beispiel abgepackte Wurst oder ein Glas Marmelade) dann ist die Berechnung ganz einfach. Einfach das Nahrungsmittel abwiegen und die Grammanzahl in das vorgegebene Feld ein. Schwieriger wird es, wenn Du etwas ißt, was kein Label hat. Zum Beispiel Bananen. Gibst Du Bananen bei einer Onlinedatenbank wie „MyFitnesspal „ein bekommst Du eine lange Liste, aus der Du dir die richtige Menge oder Größe der Banane raussuchen musst. Du kannst zum Beispiel wählen aus 100g Banane oder einer großen Banane (ab wann gilt eine Banane als groß?) Hier ist ein kleiner Ausschnitt aus der Liste.

 

Bei vielen klappt es, dass sie zwar durch Kalorienzählen schlank werden und in ihre gewünschte Kleidergröße passen, aber gesund ist man damit noch lange nicht. Denn den Onlinedatenbanken ist es egal woher Du Deine Kalorien beziehst. Es gibt keine Meldung á la: „Wenn Du weiterhin so viel Junkfood (Burger, Pommes) und verarbeitetes Essen (Wurst, Käse, Schokolade) zu Dir nimmst, wirst Du dünner, dank des Kaloriendefizits, aber auch gegebenenfalls kränker. Mir ist bislang keine Onlinedatenbank bekannt, die anmerkt: Dir fehlen die Mikronährstoffe in deinem Essensplan, welche man vorwiegend aus frischem Obst und Gemüse zu sich nehmen sollte.

Lebensmittel vs Nahrungsmittel

Ein weiterer Punkt ist aus meiner Sicht, dass kein Unterschied zwischen Lebens- und Nahrungsmitteln gemacht wird. Doch es gibt eine gravierende Diskrepanz: Lebensmittel sind lebendig, wurden also noch nicht verarbeitet (mmh, lecker frische Erdbeeren) und besitzen somit noch alle Mikronährstoffe. Nahrungsmittel hingegen sind schon verarbeitet wie gekocht, gebacken oder konserviert (ja ok, ich esse trotzdem gerne hin und wieder frischgebackene Brötchen mit Butter und Erdbeermarmelade).

   

Aber beides macht uns satt. Und das ist aus meiner Sicht das Problem. Solange uns Nahrungsmittel auf den ersten Blick sättigen, wird kaum jemand seine Essensgewohnheiten ändern. Mir selber war der Unterschied jahrelang nicht bewusst. Ich habe zwar Obst und Gemüse gegessen aber halt auch anderes Zeug, weil es in die Kalorienanzahl und die Makros passte. Mit dem Resultat, dass ich zwar satt aber nicht wirklich gesund war. Das spiegelte sich in meiner Haut, welche total unrein war, meiner Fitness (wie, ich soll mehr als 10 Bahnen schwimmen) und meinem schwachen Immunsystem. Gab es irgendwo Erkältungen frei Haus, habe ich „hier“ geschrien!

Aber was genau ist der Unterschied zwischen Mikronährstoffen und Makronährstoffen?

Makro bedeutet groß und die Makronährstoffe sind die 3 großen Nährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Diese Stoffe sind den meisten ein Begriff. Und für jeden dieser Nährstoffe gibt es das entsprechende Ernährungsmodell wie HighCarb, HighProtein und HighFat.

Mikro bedeutet klein und Mikronährstoffe sind ca. 45 Nährstoffe nämlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Gerade die Mikronährstoffe sind es, die uns gesund und fit machen beziehungsweise halten. Unsere Körper sind darauf angewiesen, dass wir sie ihm zuführen, denn die wenigsten kann er selber bilden. Eine der wichtigsten Aufgaben dieser Stoffe ist die Reparatur der DNA.

lowfat/low carb Lebensmittel um Kalorien zu sparen

Um mit den vorgegeben Kalorien klar zu kommen, fangen viele Menschen an, Produkte mit künstlichen Süßstoffen (zum Beispiel Bonbons ohne Zucker) zu essen, oder sich Nahrungsmittel einzuverleiben, denen das Fett künstlich entfernt wurde. Oder hast Du schon mal eine Kuh gesehen, die 0,1% Milch gibt? Ich nicht 😉

Wunschgewicht erreicht, und nu?

Und wenn wir dann unser Wunschgewicht erreicht haben? Gibt es für viele nur 2 Möglichkeiten: Entweder sie fallen in die alten Essmuster zurück, weil sie nie gelernt haben, ihrem Körper das zu geben was er benötigt. Oder aber sie tracken bis an ihr Lebensende die Kalorien, weil sie Angst haben, wieder zuzunehmen.  Warum vertrauen wir diesen Zahlen mehr als unserem Körper der uns genau sagt was er braucht?

Mein Fazit: Im Grunde genommen sollten wir uns nur von frischem Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, Kräutern und hin und wieder einem Stück Bio-Fleisch ernähren. Sozusagen Vegan mit Fleisch als Ausnahme (damit ggf. kein B12 durch Tabletten zugeführt werden muss).

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2 Kommentare

  1. Hi du, von Kalorienzählen halte ich auch gar nichts und bin damit auch schon einige Male mehr als gescheitert.
    Ich mache jetzt seit Mitte Februar SlowCarb inkl 1x Loadday in der Woche und mein Körper und mein Kopf kommen damit super klar. Ich hab in 3,5 Monaten 15 kg abgenommen und ernähre mich jetzt viel bewusster.
    Dazu trainiere ich noch 3 bis 4x in der Woche, was mir unendlich viel Spaß macht.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend

    • Hi,
      vielen Dank für Deinen Kommentar 🙂 15kg in 3,5 Monaten ist eine Superleistung, finde ich! 🙂
      was trainierst Du denn?
      Viele Grüße Berit

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