Fit 'n' Healthy Family

Warum „gönnen“ wir uns Nahrungsmittel die uns schaden?

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Und oftmals auch noch dann, wenn andere es doch „nur gut“ mit uns meinen…

Wie oft wurde ich, seit ich mich sehr gesund ernähre, vor allem von Freunden und Bekannten gefragt, warum ich mir nichts gönne. Auf die Frage, was ich mir Ihrer Meinung nach denn gönnen sollte, kam als Antowrt: „naja, zum Beispiel ein Eis, ein Stück Kuchen oder auch einen Burger mit Pommes aus dem nächstbesten Imbiss“. Oder lese mal in irgendeiner Abnehmgruppe, sei es auf Facebook oder in anderen Onlinegruppen, wenn jemand in einer Abnehmgruppe postet, dass er/sie sich eine Pizza als Belohnung gönnt. Da bekommt man Zuspruch für das ungesunde Essen dass einem die Ohren wackeln 😉

Aber warum

zum Geier sind wir der Meinung uns Junkfood „gönnen“ zu müssen? Was meinen wir damit zu bewirken? Sind wir mit unserer aktuellen Ernährungsweise, welche sei mal dahin gestellt, so unzufrieden, dass wir immer wieder in alte Muster zurückfallen müssen um glücklich und zufrieden zu sein? Sind wir es nach so einem Essen wirklich? Mein Mann und ich definitiv nicht mehr. Auf mehrtägigen Reisen oder sehr langen Tagesveranstaltungen die oft auswärts sind, bleibt uns oftmals nur die Wahl zwischen einem Fastentag und nicht so gesundem Essen. Vor allem auf Reisen, bleibt uns manchmal nichts anderes übrig als Abends irgendwo essen zu gehen, vor allem wenn unsere Kinder mit von der Partie sind und wir keine Ferienwohnung ergattern konnten. Die Retourkutsche bekommen wir dann meist noch am selben Abend oder spätestens am nächsten Tag. Uns plagt dann Unwohlsein, wir sind aufgebläht, schlapp und unkonzentriert. Und dann frage ich mich, ob man uns das wirklich wünscht…

Was bringt jemanden dazu, trotzdem, zumindest hin und wieder, dieses ungesunde Essen zu vertilgen?

Junkfood ist typischerweise geladen mit Zucker, Salz und Fett. Diese Zutaten sprechen das Belohnungszentrum in unserem Gehirn an und bringen uns so dazu immer mehr von dem „Zeug“ zu vertilgen. Vor allem der Zucker macht süchtig. Wer erstmal damit angefangen hat ihn zu sich zu nehmen, hat verlangen nach mehr! Ähnlich wie bei Drogen wie Kokain und Heroin. Bilder von Gehirnscans zeigen, dass Zucker ähnlich wie manche Drogen dass Gehirn beeinflusst. Wie Kokain und Heroin aktiviert Zucker ähnliche Belohnungsmechanismen im Gehirn.

Es sieht meist total lecker aus und schreit regelrecht „nimm mich mit, ich schmecke hervorragend“. Jaa, so ein Donut mit glänzendem Schokoladenüberzug und Streuseln sieht schon verführerisch aus 🙂 Um so bunter das Essen ist, desto eher sind wir bereit Geld dafür auszugeben. Und wenn man es schon gekauft hat, möchte man es auch essen 🙂 Oder könntest Du einem leckeren Kuchenstück widerstehen welches Du Dir gerade erst beim Bäcker gekauft hast? Vor einiger Zeit war dies bei mir unmöglich 🙂 Mittlerweile reizt es mich aber gar nicht mehr so etwas zu kaufen 😉

Und wie durchbricht man dieses Verlangen nach Junkfood?

Junkfood wird so designed, dass es Gelüste weckt, die vielleicht so gar nicht da wären. Die Firmen investieren eine Menge Recherchearbeit, damit das Produkt so designed wird, dass wir süchtig danach werden und immer mehr haben wollen. Eins der Ziele ist es, dass die Nahrungsmittel handlich und günstig sind. Auch wenn sie so gut wie keine Mikronährstoffe (Vitamine, Spurenelemente etc haben) sollen sie dafür sorgen, dass wir immer mehr wollen. Früher habe ich so lange gefuttert, bis die Tüte Chips leer war. Egal ob sie nun 150g oder 300g schwer war. Heute kann eine volle Schale mit Chips vor mir stehen und es interessiert mich meist herzlich wenig. Hin und wieder kann ich auch nicht widerstehen, bin ja ein Mensch und keine Maschine 😉 Es weckt halt schöne Kindheitserinnerungen. Bei uns gab es recht selten Chips und wenn, dann haben wir sie beim gemeinsamen Spiele- oder Filmabend geknabbert.

Mir haben zum Beispiel folgende Tipps geholfen:

  • Vermeide es Werbung zu kucken. So einige Werbesports sind sehr gut gemacht um einem das Wasser im Mund zusammen laufen zu lassen 🙂
  • Ignoriere die Gänge im Supermarkt, die ungesunde Nahrungsmittel verkaufen. Die Hürde es sonst zu kaufen könnte zu niedrig sein 😉
  • Gehe in Restaurants wo es vorrangig gesundes Essen gibt. Also nicht unbedingt einen XXL Schnitzelpalast oder die nächste Frittenbude. Welche Restaurants es sein können ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich solange es sich nicht um große Ketten handelt.

Es gibt einen interessanten Spruch von dem Psychologen Dr. Leight Gibson (Lektor für Biopsychologie an der Roehampton University): Those who are starving will eat literally anything  –  even foods they do not enjoy  –  to stay alive“

Wenn ich diese Aussage frei übersetze, heißt es, sobald Du hungerst, wirst Du alles essen, sogar Nahrungsmittel die nicht gut für dich sind, um am Leben zu bleiben. Wenn Du Dich also gesund genug ernährst, wird es dir nichts mehr ausmachen, wenn man Dir ungesundes Essen anbietet!

Es geht mir nicht darum,

dass man sich nichts gönnen darf. Es geht mir um das „was“! Wenn ich nur ein paar Jahre zurück denke, hat man sich eher hochwertige Lebensmittel gegönnt als einen x-beliebigen Schokoriegel. Hin und wieder gönnen wir uns zum Beispiel ein, für unsere Verhältnisse, teures Stück Fleisch und genießen es. Oder aber teures Obst, wie zum Beispiel eine richtig reife Flugmango, hochwertige Riegel oder einen besonderen Kaffee.

Es geht mir darum

zu verdeutlichen, dass Du Dir nicht in Deine Ernährungsgewohnheiten reinreden lassen solltest! Trotz des Zusammenhangs von Übergewicht, Herzkrankheiten, Diabetis und sogar Krebs zur ungesunden Ernährung lassen wir uns immer wieder verführen es trotzdem zu essen! Dabei ist es egal ob die Werbung uns die Nahrungsmittel schmackhaft machen möchte, die Kollegen „nett“ sein wollen oder Freunde und Familie sich sorgen um Dich machen. Wichtig ist, was DU möchtest! Und wenn Dich diese „Angebote“ von Deinem Weg, Dein Ziel zu erreichen wegleiten, gibt es IMMER die Möglichkeit für Dich, höflich aber bestimmt „NEIN“ zu sagen. Nicht andere wissen was gut für Dich ist! Du weißt es!

 

 


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