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Zahnputzmittel aus natürlichen Zutaten – kinderleicht herzustellen!

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Der Anfang unseres chemiefreien Lebens war das Haarewaschen ohne herkömmliches Shampoo. Kurz darauf haben wir begonnen auch auf konventionelle Zahnpasta zu verzichten. Warum? Weil diese Pasten voller Inhaltsstoffe sind, wo wir auf Anhieb noch nicht mal wissen, um was es sich überhaupt genau handelt.

Oder kannst Du Deinen Kindern erklären, was all diese Bestandteile sind:

Ich habe die Zutaten einer handelsüblichen Zahnpasta nachfolgend einmal aufgelistet!

Aqua, Sorbitol, Saccharin, CI 77891, Cocamidopropyl Betaine, Olaflur, Glycerin, Chondrus Chrispus, PEG32

Ok. Aqua = Wasser. Dazu brauch ich wohl nicht mehr schreiben 🙂

Weiter geht es dann mit:

Sorbitol = ist ein Zuckeraustauschstoff, der in vielen industriell hergestellten Lebensmitteln zu finden ist. Warum süßt man denn bitte eine Zahnpasta? Vor allem für Kinder? Ganz einfach! Kinder lieben den süßen Geschmack! Sie putzen viel lieber mit einer Zahnpasta ihre Zähne, welche ihnen angenehm schmeckt. Trick 17 also, wie das hier oben im Norden heißt.

Aber es ist nicht nur Sorbitol enthalten. Andere Zahnpasten enthalten zum Beispiel Saccharin. Dies ist ein künstlich hergestellter Süßstoff, welcher 300-700 mal süßer ist als Zucker!

CI 77891 = Titandioxid ist ein weißes Pigment, welches zur Aufhellung der Zahnpasta hinzugefügt wird. Es gilt als karzinogen, also krebserregend. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 wird die Wirkung von Titandioxid im menschlichen Körper mit jener von Asbest gleichgesetzt.

Cocamidopropyl Betaine = Tensid, welches zur Schaumbildung hinzugefügt wird. Du findest diesen Stoff unter anderem auch in Shampoos und Geschirrspülmitteln. *Buueergs* „Und das putze ich auf meine Zähne?!“ Ja, tust Du!

Olaflur = Dihydrofluorid. Fluoride können bei dauerhafter Überdosierung in den Knochen eingelagert werden und deren Substanz verändern. Die Wirkung ist nicht sofort spürbar, sie gilt somit nicht als akut toxisch. Es wird vom Körper allerdings nicht abgebaut und vergiftet ihn so nach und nach. Dem kannst Du aber entgegenwirken. Dein Körper benötigt dafür nur etwas Unterstützung. Eine Möglichkeit das Fluorid wieder loszuwerden, ist es dieses wieder auszuleiten. Das kannst Du zum Beispiel durch die Einnahme von Curcumin erreichen. Dies ist der Wirkstoff des Kurkuma. Du hast dieses Gewürz vielleicht sogar in deinem Gewürzregal. Aus diesem Grund putzen wir unsere Zähne immer mal wieder mit einer Mischung aus Kokosöl und Kurkuma. Auch wenn wir jetzt schon lange bewusst keine Fluoride mehr zu uns nehmen, ist durch die jahrelange Nutzung herkömmlicher Zahnpasta bestimmt noch nicht alles aus unserem Körper geleitet worden.

Glycerin = wird der Zahnpasta als Feuchthaltemittel zugefügt, damit sie nicht austrocknet. Du kippst das Zeug zum Beispiel als Frostschutzmittel in das Scheibenwaschwasser für dein Auto…. Oder putzt Dir damit die Zähne 😉 Klingt eklig? Ist es auch!

Carrageene = Carrageene werden zum Beispiel genutzt um stabile Gele wie Zahngel herzustellen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Stoff in Zusammenhang mit der Ausbreitung von Geschwüren im Magen-Darm-Trakt und sogar Brustkrebs steht. Hier ist der komplette Artikel dazu. Auf manchen Zahnpasten findest Du statt dem Begriff Carrageen zum Beispiel „Chondrus Chrispus“. Dies ist der Knorpeltang. Klingt erstmal natürlich, oder? Genau das ist auch die Absicht der Hersteller, diesen Gedanken in Dir auszulösen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt ;-).

PEG32 = Die PEGs oder Polyethylenglycole sind Emulgatoren. Sie sorgen dafür dass die Zutaten eine einheitliche Konsistenz bilden. Somit entsteht also die Paste. Soweit so gut. Der Nachteil an den PEGs ist aber, dass Sie unter anderem die Mundschleimhaut durchlässiger zum Beispiel für Giftstoffe macht und diese dann besser und schneller in den Körper eindringen können. Polyethylenglycole werden aus Erdöl gewonnen und gelten als krebserregend. Zudem greifen Sie in Deinen Hormonhaushalt ein. Die Hersteller nutzen diesen Zusatzstoff weil er billig ist. Auch diesen Stoff findest Du als Frostschutzmittel für Dein Auto. Na dann Mahlzeit 😉

Selbst wenn wir den Großteil der Zahnpasta wieder ausspucken, schaffen wir es nicht zu 100%. Ein Teil der Inhaltsstoffe wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Dies machen sich zum Beispiel einige Hersteller von B12-Zahnpasten zum Nutzen.

Und die Alternative ist?

Wir putzen zum Beispiel unsere Beißerchen seit einem Jahr meist mit Kokosöl. Manchmal gemischt mit Xylit, manchmal mit Kurkuma oder beidem.

Oder wir putzen sie nur mit Wasser. Hin und wieder reicht es, wenn wir unsere Zähne nur mit Wasser putzen, nämlich dann wenn wir keinen Zucker zu uns genommen haben. Unsere Zähne sind dann trotzdem glatt und sauber!

Was sind die Vorteile von Kokosöl, Xylit und Kurkuma?

Die im Kokosöl enthaltene Caprylsäure und Laurinsäure greifen die Bakterienarten Streptocuccus mutans (Streptokokken) und den schädlichen Hefepilz Candida albicans an und lassen sie zugrunde gehen. Beide Bakterienarten ernähren sich von Zucker und erzeugen dadurch ein saures Milieu welches die Zähne schädigt. Der große Vorteil ist, dass das Kokosöl trotzdem die guten Bakterien am Leben lässt.

Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff der meist aus Birkenrinde hergestellt wird, und daher auch als Birkenzucker bekannt ist. Vom Geschmack her ist er kaum von normalem Haushaltszucker zu unterscheiden und ist auch ähnlich von der Süßkraft. Xylit hat viele Vorteile was die Zahngesundheit angeht: Es verhindert, dass Bakterien verwertbare Kohlenhydrate wie zum Beispiel Zucker in Milchsäure verwandeln können. Diese Säure ist schädlich für die Zähne und Zahnfleisch.

Wenn Xylit im Mund aufgelöst wird, wie es zum Beispiel beim Zähneputzen der Fall ist, wird die Speichelbildung gefördert. Im Speichel befindet sich viel Calciumphosphat. Dieses ist für die Bildung und Härtung vom Zahnschmelz verantwortlich. Durch die Verbindung mit Xylit werden Mineralien in den Zahnschmelz eingelagert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Xylit den PH-Wert im Mundraum erhöht. Kariesbakterien lieben ein saures Milieu im Mund. Wenn der PH-Wert erhöht wird, wird das Milieu basisch, was die Bakterien nicht leiden können.

Kurkuma wirkt antibakteriell, schmerz- und entzündungslindernd. Obwohl Kurkuma farbecht ist (wer schon mal versucht hat Kurkumaflecken aus der Wäsche zu bekommen, weiß wovon ich spreche) hat es bei Zähnen die Gegenteilige Wirkung. Es hilft um die Zähne aufzuhellen 🙂

Der Wirkstoff Curcumin fördert unter anderem die Durchblutung des Zahnfleisches und neutralisiert Keime in den Zahntaschen.

Wie wende ich das ganze an?

Wenn Du Kokosöl pur benutzen möchtest, gibst Du einfach eine erbsengroße Portion auf deine Zahnbürste. Je nachdem wie anfällig die Rohre in Deiner Wohnung/Haus auf Verstopfung reagieren, kann es von Vorteil sein, das Kokosöl nicht in den Abfluss zu spucken, sondern in ein Stück Toilettenpapier oder in einen Becher. Oftmals reicht es aber, direkt nach dem Zähneputzen heißes Wasser durch den Abfluss laufen zu lassen. Durch Wärme bleibt das Kokosöl flüssig.

Falls Du Birkenzucker (Xylit) dazugeben möchtest, reicht es, einen halben Teelöffel Xylit auf einen Esslöffel Kokosöl zu geben. Anwendung wie oben 🙂

An Kurkuma würde ich mich Stück für Stück rantasten, da es einen eigensinnigen Geschmack hat. Für den Anfang reicht auf einen Esslöffel Kokosöl eine kleine Prise Kurkumapulver. Wir geben mittlerweile eine Messerspitze dazu. Ein Teelöffel Xylit gibt dem ganzen noch ein wenig Süße.

Das sind die Methoden, die wir nutzen und schätzen gelernt haben. Es gibt aber noch einige mehr, Deine Zähne auf natürliche und gesunde Art zu reinigen und zu pflegen. Darauf werde ich in einem meiner nächsten Artikel noch genauer eingehen.

Und was kannst Du noch für Deine Zahngesundheit tun?

Verzichte auf Zucker! Die schädlichen Bakterien lieben ihn! Ohne Zucker wird ihnen die Nahrungsgrundlage entzogen!

Du siehst, es braucht nur wenige natürliche Zutaten um Deine Zähne gesund zu erhalten. Die Zähne unserer Kinder werden im Kindergarten bzw. in der Schule einmal im Jahr gesichtet und es ist alles in Ordnung. Und wir selber haben, seitdem wir auf die herkömmliche Zahnpasta verzichten, keinerlei Probleme mehr mit unseren Zähnen. Ich hatte Jahrelang total empfindliche Zähne, vor allem was Kälte betrifft. Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an 🙂 Unsere Zähne fühlen sich immer glatt und sauber an. Vor allem wenn wir den Zucker weglassen. Durch das Kurkuma werden sie zudem immer heller.

 

 

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